Verkehr

27.02.12

Falschparker richtig anzeigen

Falschparker auf Radweg in Hamburg.

Falschparker versperren den Weg, nehmen die Sicht, sind rücksichtslos und lassen sich auch von Privatpersonen anzeigen.

Manch ein Autofahrer parkt sein Fahrzeug rücksichtslos oder verkehrsgefährdend. Wer dagegen vorgehen möchte, kann eine Anzeige auch per E-Mail senden.

Missstände sollten Sie nicht einfach ignorieren. Wenn Sie gegen Hindernisse und Gefahren vor Ort vorgehen, helfen Sie allen anderen, die dort auch entlang fahren werden. Hilfreiche Tipps und Adressen für das eigene Engagement finden Sie im Beschwerdewegweiser des ADFC Hamburg.

Neben anderen Themen gibt es dort auch die Rubrik Falschparker. Zuletzt tauchten in Kommentaren auf der Seite und in Mails an den ADFC Zweifel auf, ob eine Anzeige per E-Mail überhaupt gültig ist.

Die Anforderungen an eine Anzeige durch Privatpersonen haben wir uns von der Behörde für Inneres mittlerweile bestätigen lassen und die Seite Falschparker entsprechend aktualisiert.


Anzeigender, 02.12.2012 01:08:
Wenn Autos auf dem Gehweg geparkt werden, pflege ich es, diese zu fotografieren und die Halter anzuzeigen. Jeden Tag aufs Neue. Gerade an den Stellen, wo immer dieselben Fahrzeuge behindernd parken, funktioniert das recht erfolgreich. Wer damit nicht einverstanden ist, wende sich an den Verordnungsgeber oder an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages. Bis er seine Wunsch-StVO-Novellierung durchgesetzt hat, gilt die aktuelle Fassung - und die verbietet das Parken auf Gehwegen. Bei einer Feuerwehrzufahrt würde ich das zuständige Polizeikommissariat anrufen und dazu auffordern, das Fahrzeug umgehend entfernen zu lassen. Wäre ich diensthabender Beamter, möchte ich im Falle eines Brandes später nicht gefragt werden, weshalb ich trotz des Hinweises eines Bürgers das Fahrzeug in der Feuerwehrzufahrt habe stehen lassen.

Zu hoffen, dass der BOD oder die Polizei von sich aus aktiv werden ist sinnlos. Ebenso Diskussionen mit den Behörden. Es ist politisch nicht gewollt, dass gegen illegal parkende Autos in WOHNGEBIETEN vorgegangen wird! Inoffizielle Begründung: "Irgendwo müssen die Autos doch hin" (Originalzitat eines Polizisten).

@ "genervte Autofahrer": Das einzig Lächerliche sind Deine Vorstellungen vom Parken. Sollen wir etwa Mitleid mit Deinen selbstgemachten Parkplatzproblemen haben? Wechsle einfach das Verkehrsmittel. Autofahren ist umweltschädlich, macht krank und ist teuer. Radfahren ist umweltfreundlich, gesund und preisgünstig - je nach Fahrrad natürlich... ;-)
Heimfelderin, 01.12.2012 18:55:
Ich wohne nur in der Nähe und bin so gut wie nie in der Hangstraße, daher kann ich nicht sagen wie momentan die Lage ist.
Anbei der Artikel aus dem Elbe Wochenblatt:

http://www.elbe-wochenblatt.de/harburg/lokales/hangstrasse-wohnen-hier-nur-falschparker-d9771.html

In meiner Straße wird das Fußwegparken scheinbar abends geduldet, zur Zeit wird auch der Fußweg in der Nobleestraße erneuert, so dass einige Parklplätze momentan für die Baustelle wegfallen. Ich hoffe, dass sich nach Fertigstellung der Fußwege, sich das Felschparken wieder reduziert.
aufmerksam, 01.12.2012 18:20:
@Heimfelderin:

Da fragt man sich doch, warum in solchen Fällen nicht von Amts wegen kontrolliert, abgewatscht und abgeschleppt wird.

aufmerksam
Heimfelderin, 01.12.2012 14:56:
Im Beispiel der Hangstraße, geht es eher um zugeparkte Fußwege und von der Feuerwehr nicht mehr passierbare Rettungswege. Einen Radweg oder gar eine Benutzungspflicht gibt es dort nicht.
Fußwege zuzuparken (oder gar noch Rettungswege) ist durch Nichts zu entschuldigen. Ein Bekannter nimmt auf Falschparker auf Gehwegen keine Rücksicht mehr und schrammt u.U. mit seinem Kinderwagen direkt am Auto vorbei wenn nicht genug Platz ist...Wäre glaube ich nicht meine Methode, aber ich kann seinen Frust nachvollziehen. Es ist schon traurig wie wenig Platz Fußgänger zugestanden wird.
radequarad, 01.12.2012 13:41:
@Sascha: Getreu dem Link:

http://bernd.sluka.de/Radfahren/vgr.html
aufmerksam, 01.12.2012 11:21:
@Sascha:

Genau!

Und wenn die Autos auf den Radwegen parken, ist auch mehr Platz auf der Fahrbahn, als wenn diese von Parkplatzsuchenden verstopft werden. Stehende Autos sind allemal praktischer als fahrende.

Zum Fahren in den Innenstädten sind diese ohnehin ungeeignet. Zu groß, zu schwer, zu unflexibel. 80 kg Nutzlast in 2 Tonnen Blech und Kunststoff. Da stimmt das Verhältnis nicht.

Dass es mit so einem Trumm schwer wird einen Parkplatz zu finden, dürfte eigentlich klar sein.

Da die Dinger aber immer noc größer werden, fordert der ADAC schon Mal, die Parkbuchten in Parkhäusern größer zu machen. Dann hätte man auch der gleichen Fläche noch weniger Parkplätze.

Damit ist den Autisten sicherlich geholfen. Zumindest hätte sie dann eine Chance mehr, die Absurdität ihres Verkehrsmittels zu erkennen.

Viel Erfolg.
Sascha, 01.12.2012 10:58:
@radequarad:
Nein, man muss dann nicht verbotenerweise auf den Gehweg ausweichen. Im Gegenteil: man darf dann ganz legal auf der sicheren Fahrbahn fahren. Deshalb bin ich Radwegparkern sehr dankbar, denn sie sorgen dafür, dass man auch dort, wo die Stadt weiterhin die Benutzungspflicht anordnet, legal auf der Fahrbahn fahren darf.
Parke bitte gern auf unseren Wegen - hallo Partner, danke schön!
radequarad, 01.12.2012 10:19:
@Generverte Autofahrer: Haben Sie schon einmal überlegt warum Sie nur schwer einen Parkplatz finden? Vielleicht weil es zu viele Autos in der Stadt gibt?

Zum Artikel: Weil gerade kein geeigneter Parkplatz frei ist, berechtigt es nicht, das Auto dann wahlweise auf oder an einem Geh/-Radweg abzustellen: Ist ein Radweg zugeparkt oder zumindest durch einen Parker nur noch eingeschränkt nutzbar, müsste der Radfahrer zwangsläufig verbotenerweise auf den Gehweg ausweichen. Dort befinden sich Fußgänger oder auch Rollstuhlfahrer, die in Ihrer Bewegungsfreiheit gehindert und gefährdet werden. Das wird dann ziemlich eng.
Generell sei auch angemerkt, dass man sich bei ständigem Ärger über den Parkplatz überlegen könnte, ob man nicht auf Öffentliche Verkehrsmittel umsteigt und/oder den Arbeitsweg mit dem Fahrrad kombiniert. Für mich war es vor ca. 6 Jahren ein Grund, kein Auto mehr zu fahren, weil ich genau von diesem Parkplatzproblem genervt war.
Genervte Autofahrer, 01.12.2012 02:42:
Ich wohne seit 6 Monaten in der Hangstrasse und ein Parkplatz ab 17 Uhr zu finden ist wie 6 in Lotto! Wenn man berufstätig ist und komm erst gegen 18-19 Uhr nach hause und dann 10 mal um den block fahren muss um Parkplatz zu suchen ,finde ich gar nicht mehr lustig. Und an alle die was sich so aufregen weil "Ich wurde von Ihnen gezwungen, abzusteigen oder auf die Kfz-Spur auszuweichen." finde ich lächerlich. Wenn ich könnte mein Auto in Keller parken- so wie ihr eure Fahrräder- würde ich das gerne tun! Leider ist das hier so, Mangel an Parkplätzen also bitte auch an die denken was ganzen tag arbeiten und sind genervt von halbe Std. freie Parkplatz zu finden! Sucht ihr euch ein andere Hobby anstatt die Autofahrer zu Moben.
Mit freundlichen Gruss
von genervten Autofahrer
Polizeikommissariat 24, 01.07.2012 19:49:
Sehr geehrte Damen und Herren,

den besagten blauen VW haben wir gestern Vormittag abholen und verschrotten lassen.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Ihre Polizei
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