Infos von A - Z
Sie suchen eine Rechtsanwältin, die Sie bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung als Radfahrer kompetent vertritt? Sie wollen wissen, wo Sie in Hamburg gebrauchte Fahrräder kaufen können?
Unsere Infos zeigen Ihnen übersichtlich alles rund ums Fahrrad in Hamburg.
Bitte wählen Sie in der Übersicht den Anfangsbuchstaben des gewünschten Suchbegriffes.
Infos von A - Z
Sachverständige
Diese Liste der Fahrradsachverständigen in Hamburg und den angrenzenden Bundesländern erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
André Born freier Fahrrad-Sachverständiger
Steinbeker Marktstraße 15
22117 Hamburg
Tel. (040) 712 71 11
(öffentlich bestellt von der Handelskammer Hamburg)
Dekra AG - Niederl. Hamburg-Süd
Herr Teissen
Pollhornbogen 6
21107 Hamburg
Tel. (040) 75 60 96 -0 / -32
Frank Drescher
Beckergrube 13-17
23552 Lübeck
Tel. (0451) 72 7 92 und
Tel. mobil (0172) 41 276 08
Fax (0451) 70 40 93
(öffentlich bestellt und vereidigt von IHK Lübeck für Fahrräder)
Karsten Bartschat
Bergstr. 3a
29439 Lüchow
Tel. (05841) 33 50
Tel. mobil (0171) 41 41 943
Fax (05841) 33 50
Fahrradversand: Kosten ca. 51,13 € bei Postpaket Sperrgut bis 20 kg.
Weitere Auskünfte über die Arbeit der Fahrrad-Sachverständigen beim:
Bundesverband der Fahrrad-Sachverständigen e.V. (BdFS)
Geschäftsstelle
Teinacher Str. 34
71634 Ludwigsburg
Tel. (07141) 38 60 26
Fax (07141) 38 60 27
Was tun Fahrrad-Sachverständige
Text von Rainer Mai, 19. März 1998 (Manuskript für Franfurter Rundschau)
(auch im Internet unter: http://bernd.sluka.de/)
Fahrrad-Sachverständige sind dünn gesät. Bundesweit gibt es 11 von den Industrie- und Handelskammern "öffentlich Bestellte und Vereidigte".
Rainer Mai, der derzeit einzige in Hessen, über das Aufgabenfeld der Experten:
Meine Auftraggeber sind Versicherungen, Gerichte, Privatleute, Fahrradhändler und Hersteller.
Am häufigsten sind Schadensgutachten nach Verkehrsunfällen. Was ist beschädigt, wie ist zu reparieren, ist der Rahmen verzogen, und falls ja:
kann er gerichtet wer-den? Die Schäden werden fotografiert, die Reparaturkosten und der Wiederbe-schaffungswert ermittelt.
Außerdem kann eine Untersuchung der Schäden und Spuren Beweise zum tatsäch-lichen Unfallhergang liefern - wichtig bei strittiger "Schuldfrage".
Häufig führt das technische Versagen eines Fahrradteils, z.B. der Bruch des Lenkers oder der Gabel, zu Unfällen mit schweren Verletzungen.
Hat das Produkt einen Fehler, womit der Hersteller für die Folgeschäden haftet? Oder wurde das Bauteil mißbräuchlich benutzt oder überlastet,
etwa die Gabel bei einem Auffahrunfall ver-bogen, lange vor dem Bruch?
Eine akribische Auswertung der Spuren mit wissenschaftlichen Mitteln ermöglicht die Eingrenzung der Ursachen, oft auch eine genaue
Rekonstruktion. Beispielsweise kann die mikroskopische Untersuchung einer Bruchfläche durch einen werkstoffkun-digen Sachverständigen die
komplette "Leidensgeschichte" des Bauteils offenbaren.
Die meisten Produktfehler sind nicht Werkstoff- sondern Konstruktionsfehler. Fahrrä-der und -teile sind selten das Ergebnis aufwendiger
Produktentwicklung und kritischer Sicherheitstests, wie bei Autos. So bleibt das Testen und Optimieren häufig den Endverbrauchern und ihren
Fachhändlern überlassen.
Dieser Mißstand ist aber nicht pauschal den Herstellern anzulasten: Der Preiskampf auf dem Fahrradmarkt ist knallhart, und nur wenige
Endverbraucher sind bereit, den Preis für ein sichereres, weil sorgfältig entwickeltes Produkt zu zahlen - soweit es sich "nur" um ein
Fahrrad handelt. Andererseits: Wer würde schon ein Auto kaufen, das ständig stehenbleibt und ab und zu auseinanderbricht (eine Kaffeemaschine,
die in Flammen aufgeht, ...) bloß weil es billig angeboten wird? Das Fahrrad hat seine Anerkennung als Fahrzeug noch vor sich - nicht nur
verkehrspolitisch, sondern eben auch technisch.
< zurück zur Übersicht
Hier fehlt was? Hier ist was falsch? – Sagen Sie's uns.
