Radverkehrsstrategie
Vorgeschichte der Radverkehrsstrategie für Hamburg
Im deutschlandweiten Fahrradklimatest 2005 landete Hamburg unter den Großstädten an letzter Stelle. 2006 besuchten auf Einladung des ADFC Hamburg die verkehrspolitischen Sprecher der Bürgerschaftsparteien und Behördenvertreter von BSU und Verkehrsdirektion die Fahrradstadt Kiel. Kiel erreichte beim Fahrradklimatest den zweiten Platz gleich hinter Münster. Ein wesentlicher Baustein für Kiels Erfolg ist die Arbeit des Fahrradforums.
Nach dem schlechten Abschneiden im Fahrradklimatest forderte der ADFC auch für Hamburg die Einrichtung eines Fahrradforums. Gemeinsam sollten darin Parteien, Verbände, Behörden und die Polizei über geeignete Lösungen beraten und ein Konzept für die neue Radverkehrspolitk entwickeln. Wir setzten uns ein für ein Konzept, das planvolles Handeln für eine nachhaltige Radverkehrsförderung ermöglicht. Dazu gehört ein völlig neuer Ansatz bei baulichen Investitionen ("Radfahrstreifen statt Radwege"), gerechte Ampelschaltungen, Öffentlichkeitsarbeit pro Radfahren und eine Steigerung der subjektiven und objektiven Sicherheit des Radfahrens.
Die Politik griff 2006 das Thema auf. Auf Antrag einiger CDU-Politiker beschloss die Bürgerschaft ein Radverkehrskonzept für Hamburg zu entwickeln. Im Jahr 2007 entwickelten Vertreter von Parteien, Behörden und Verbänden im neuen Fahrradforum gemeinsam das Gerüst für die "Radverkehrsstrategie für Hamburg". Die ADFC-Vertreter konnten viele ihrer Forderungen in das Papier einbringen.
