Aber der Reihe nach: An der Kreuzung Max-Brauer-Allee/Holstenstraße hingen bis zum 6. Januar 2012 jede Menge blauer Schilder, die Radfahrende auf der Max-Brauer-Allee nach oder bei der Überquerung der Holstenstraße zwangen, die Fahrbahn zu verlassen und Radwege zu benutzen. Diese wiesen weder die Mindestmaße auf noch entsprachen sie sonst dem Stand der Technik. Auf beiden Seiten der Max-Brauer-Allee führen die Radwege zudem auf dem Bürgersteig direkt vor bzw. hinter Bushaltestellen entlang. Wer dort Rad fährt, gefährdet sich und andere.
Thomas Horwege, Leiter der zentralen Hamburger Straßenverkehrsbehörde, und Carsten Butenschön, im Bezirksamt Altona verantwortlich für das "Management des öffentlichen Raums", waren sich einig, als sie auf der Podiumsdiskussion des ADFC in Altona am 29.11.2011 die Bilder sahen: Diese Schilder müssen weg!
Zwei Männer, ein Wort, dachten die beiden und schritten zur Tat. Nur wenige Tage nach der Diskussionsveranstaltung hob Horwege die Anordnung der Radwegebenutzungspflicht auf und sein Kollege im Bezirksamt gab den Auftrag zum Abbau der Schilder. Doch im vorweihnachtlichen Trubel versickerte diese so vorbildliche Tatkraft. Denn die Schilder blieben stehen.
Auf Nachfrage des ADFC am 5. Januar 2012 zeigte sich Horwege über diese Standhaftigkeit "erschüttert", wähnte er die Schilder doch schon längst auf dem Schrottplatz. Carsten Butenschön nahm aber sofort und ehrenhafterweise alle Schuld auf sich. Er versprach, noch am nächsten Tag ein Sonderkommando loszuschicken, das die nunmehr auch offiziell obsoleten Schilder einsammeln sollte. Und so geschah es dann auch, wie wir uns sogleich überzeugen durften. Die Max-Brauer-Allee ist nun auf ihrer gesamten Länge frei von blauen Schildern! Vielen Dank! Weiter so.


Es können also die Radler auf der Fahrbahn gemeint sein.
Es muss heißen: Es können also
-nur-
die Radler auf der Fahrbahn der B-Bahnhofstraße gemeint sein.
dann frage ich mich, weshalb diese doppelten Streuscheiben selbst dort angebracht werden, wo keine Radwege sind?
Beispiel: Kreuzung Blankeneser Bahnhofsstraße/Blankeneser Landstraße.
Dort kann es nur für die Radler aus der B-Bahnhofsstraße von Bedeutung sein, da die Radler aus der B-Landstraße schon vorher mit dem übrigen Verkehr abbiegen.
Ich habe diese Ampeln auch schon an anderen Stellen gesehen, wo es keinen Radweg gibt. Es können also die Radler auf der Fahrbahn gemeint sein.
Frage zu einer Situation: vor der Astra Stube hängt an der Ampel in Richtung Strsese->Pferdemarkt ein zugeklebtes Radwegzeichen: Ist da wirklich zwei-Richtungsverkehr auf dem schmalen Gehweg vorgesehen??!?)
Zur Streuscheibe: Deren Entfernung halte ich auch für konsequent, genauso wie den Rückbau der Radwege bzw. ihre kostengünstigere Verwahrlosung. Statt sie, wie leider an dieser Stelle noch vor kurzem geschehen, instandzusetzen bzw. aufzuhübschen.
Bei anderen Straßen (z.B. Hoheluftchaussee, Lokstedter Weg, Osterfeldstraße, Robert-Koch-Straße) antwortet die zuständige Straßenverkehrsbehörde, bzw. die Verkehrsdirektion, gar nicht erst auf Anträge auf Aufhebung der Benutzungspflicht...
Was ist der Max-Brauer-Allee anders?
Liest Herr Horwege zufällig mit?