ÖPNV
Stadtbahn aktuell II
Wie soll es mit dem ÖPNV in Hamburg weitergehen, jetzt, wo die Stadtbahn »gekippt« ist?
(04.02.2012) Welt online
In den 70-er Jahren wickelte der HVV die Straßenbahn endgültig ab. Ein Beschluss des Senats von 1956 war die Ursache. Dabei gab es auch gute Gründe, die Bahn in Hamburg zu erhalten und auszubauen. Interessante Aspekte dieser Geschichte fasst Welt online zusammen.
Welt online: Der lange Streit um Hamburgs Stadtbahn
(23.11.2011) Die visu-l GmbH hat jetzt einen Film auf Youtube eingestellt. Er zeigt die virtuelle Fahrt [Update, 31.12.2011: Video vom Nutzer entfernt][Update, 07.01.2012: Bei visu-l findet man das Video noch] entlang der im letzten Herbst verworfenen Stadtbahnstrecke. Auch einige der Radverkehrsanlagen sind nach dem letzten Planungsstand eingezeichnet. Dazu hatte der ADFC eine Reihe Anmerkungen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens gemacht. Zur Diskussion darüber kam es dann aber nicht mehr, da das Verfahren vom Senat abgebrochen wurde.
(26.07.2011) »Das Bussystem kann man sinnvoll ausbauen. Aber man kann nicht hoffen, dass man auf Dauer an der Stadtbahn vorbei kommt«. Dies sagt der neue Bezirksamtsleiter von Wandsbek, Thomas Ritzenhoff, im Gespräch mit der Welt und ähnlich auch in der Mopo.
Ritzenhoff ist SPD-Mitglied und widerspricht damit Bürgermeister Olaf Scholz. Der Bezirkschef findet es richtig, bis 2020 den Haushalt auszugleichen. »Aber dann muss man die Stadtbahn wieder prüfen«.
Welt: »Die Stadtbahn wäre wichtig«
Morgenpost: Das wird Scholz nicht schmecken ... – Genosse sorgt für Stadtbahn-Ärger
(05.07.2011) Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz war in dieser Woche zu Besuch in Kopenhagen. Wie die Pressestelle des Senats mitteilt, ging es um eine engere Zusammenarbeit beider Städte.
»Nahverkehr Hamburg« berichtet, dass Kopenhagen und sein Umland eine Stadtbahn wiedereinführen wollen. Scholz setzt stattdessen auf den Ausbau des Bussystems. Aber auch diese Variante haben die Kopenhagener geprüft und kamen zu dem Schluss, dass die Stadtbahn die ökonomischere Alternative ist.
Kopenhagen lässt Stadtbahn wiederauferstehen
(04.07.2011) Immer deutlicher wird, dass die Busbeschleunigung nur für viel Geld zu haben ist: Adaptive Ampelschaltungen, Busspuren und moderne Busse gibt es nicht umsonst. Auch deuten sich jetzt schon Widerstände an, wo dem Autoverkehr Fläche für Busspuren abgenommen werden könnte.
Verkehrssenator Frank Horch denkt in der Hamburger Morgenpost wieder offen über eine Stadtbahn nach: »Ich schließe absolut nicht aus, dass mit den Ergebnissen der Untersuchung wieder ein Verkehrsmittel wie die Stadtbahn in den Mittelpunkt rückt. In dieser Legislatur bleibt es aber bei unserem klaren Nein zu diesem Projekt.«
So sollen Hamburgs Busse schneller werden
(23.06.2011) Im Interview mit der RadCity zeigt sich Dr. Till Steffen (GAL) von der Stadtbahn überzeugt: »Wir brauchen die Stadtbahn als Verkehrsmittel. Das wird sich auch im Laufe der nächsten Jahre durchsetzen.« Er räumt ein, dass die Bevölkerung in die Stadtbahnplanung des schwarz-grünen-Senats früher hätte einbezogen werden sollen. Zu lange hätte man einen auch einen Konsens in der politischen Landschaft angenommen, wonach die Stadtbahn gewollt sei.
Das ganze Interview: »Das Volk ist nicht dumm«
(17.06.2011) Wie erwartet, spricht sich die Wandsbeker SPD weiterl für die Stadtbahn aus. Auch die SPD-Fraktionen in Altona und Eimsbüttel halten an dem Verkehrsmittel fest.
Die SPD Wandsbek hält an der Stadtbahn fest
(16.06.2011) Gestern kündigte der Senat an, dass ab 2020 in Hamburg nur noch emissionsfreie Busse fahren werden. Dabei hatte HHA-Chef Elste schon in den letzten Monaten wiederholt erklärt, diese Technik funktioniere noch nicht zuverlässig und sei derzeit nicht finanzierbar.
Demenstsprechen unklar bleibt bislang, wie der Senat sich die Umstellung konkret vorstellt. Till Steffen (GAL) gibt zu bedenken, dass ein Wasserstoffbus 1,5 Mio. Euro koste, ein konventioneller Bus ist für etwa 400.000 Euro zu haben.
Abendblatt: Eimissionsfreie Busse in Hamburg – Hochbahn überrascht von Senatsplänen

