Perspektiven

06.04.2012

Aktuelle Forderungen

Von: Ulf Dietze/Ak Verkehr

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Fußgänger auf Radweg in Hamburg
Bahnhof Farmsen: Beispiel für eine über Jahre existierende und bekannte Problemstelle für FußgängerInnen und RadfahrerInnen.

Der ADFC setzt sich für ein fahrradfreundliches und damit lebenswerteres Hamburg ein. Das Rad ist das zeitgemäße, klimaschonende und lärmfreie Alltagsverkehrsmittel in der Stadt. Fahrradfahren ist Ausdruck eines modernen, intelligenten Mobilitätsverhaltens und zeugt zugleich von umweltpolitischem Bewusstsein. Mehr Radverkehr bedeutet mehr Lebensqualität für alle Hamburgerinnen und Hamburger.

Auf dem Weg dorthin gibt es noch vieles zu tun. Auf dieser Seite finden Sie einige unserer aktuellen Forderungen und Wünsche an die Entscheider.

»Vorfahrt« fürs Rad

Steigerung des Radverkehrsanteils in Hamburg auf mindestens 18 Prozent bis 2015 Schnelle und konsequente Umsetzung der Radverkehrsstrategie für Hamburg. Auch die mittlerweile regierende SPD hat sich schließlich immer zu diesem Programm der Radverkehrsförderung bekannt.

 

Radfahrstreifen statt Radwege

Radfahrstreifen auf der Fahrbahn müssen zur Regellösung werden, Radwege dürfen nur die gut begründete Ausnahme sein.

Ausführliche ADFC-Position dazu.

Beseitigen benutzungspflichtiger Radwege

Der Radverkehr gehört in der Regel auf die Fahrbahn und nicht auf Radwege. Auf den klassischen Hamburger »Bordsteinradwegen« ist die Fahrt unkomfortabel, Hindernisse und Engstellen stellen Gefahren dar. Besonders gefährlich sind Grundstückszufahrten und Einmündungen.

Velorouten mit hochwertiger Wegweisung

Der Ausbau des Veloroutennetzes, der Hauptverbindungswege für RadfahrerInnen in alle Stadtteile Hamburgs, muss forciert werden.

Ausführliche ADFC-Position dazu.

Bettelampeln abschalten

Radfahrende benötigen vernünftige Ampelschaltungen:
- automatische Grünzeit für Fußgänger und Radfahrer an allen Kreuzungen mit jedem Ampelumlauf;
- Grünschaltung für Fußgänger und Radfahrer kurz vor dem Autoverkehr, da dies zu mehr Sicherheit beiträgt;
- Grünzeiten so lange, wie es die Räumzeit erlaubt. Kein frühzeitiges Rot, um dem Autoverkehr »Extrasekunden« zu geben.

Ausführliche ADFC-Position dazu.

Senat aufs Rad!

Die Hamburger Senatorinnen und Senatoren verpflichten sich, mindestens zweimal monatlich das Fahrrad für offizielle Anlässe zu benutzen. Damit strahlen sie nicht nur als Vorbild aus, sondern bekommen auch persönlich mit, wie ihre Entscheidungen das Verkehrsgeschehen beeinflussen.

Personal für den Radverkehr

In allen Ämtern und Behörden der Stadt, die mit Verkehrsplanung und -steuerung zu tun haben, müssen Radverkehrssachverständige an den Entscheidungsprozessen beteiligt sein. Dem Radverkehr attraktive, komfortable und sichere Verbindungen zu schaffen, muss fester Bestandteil der Planungskultur werden.

Stärkung des Umweltverbunds

Der Umweltverbund aus Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr erweitert das Potenzial des Radverkehrs. Notwendig ist die Aufhebung der Sperrzeiten und eine unproblematischere Mitnahme von Fahrrädern in den öffentlichen Verkehrsmitteln – auch im Bus.

Fahrradparken verbesssern

RadfahrerInnen benötigen für ihre hochwertigen Verkehrsmittel diebstahlsichere Abstellanlagen. Geeignet sind z. B. Anlehnbügel, wie es sie bereits an fast allen Haltestellen des S- und U-Bahnnetzes gibt. Die Stadt muss dafür sorgen, dass an allen öffentlichen Gebäuden, Schulen, Kitas nur noch solche Abstellanlagen installiert werden. Es muss Platz geschaffen werden für Fahrradhäuschen auf Autoparkplätzen. – Das sog. 1000-Bügel-Programm aus dem Jahr 2011 ist eine gute und wichtig Maßnahme gewesen.

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